Seniorenwohnanlage "Drei Erlen"

Grüne Wiesen, gelbe Blumen oder rote Ampeln – Farben haben einen großen Einfluss auf unsere Stimmung. Sie stimulieren, wecken Erinnerungen und Assoziationen, geben Orientierung. Eigenschaften, die in der Pflege von Menschen mit Demenz besonders wichtig sind. Bereits im Kindesalter lernen wir, Farben mit Gegenständen, Symbolen, Empfindungen und Verhaltensweisen zu verbinden. Schwarz ist die Farbe der Trauer, Rot warnt vor Gefahren und Gelb wird häufig mit Heiterkeit in Verbindung gebracht. Farbliche Assoziationen bestimmen so Umwelt und Alltag, steuern Verhalten und Handlungen.

Übertragen auf die Pflege von Menschen mit Demenz bedeutet dies, dass sich mit dem gezielten Einsatz von Farbkonzepten die Gefühlswelt und die Orientierungsfähigkeit der Erkrankten positiv beeinflussen lassen. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen kann eine entsprechende farbliche Gestaltung ihrer Umwelt zur visuellen Stimulation eine Unterstützung im Alltag bedeuten.  

 

 

Deshalb sollte in der Seniorenwohnanlage "Drei Erlen" in Oelsnitz/ i.E. die Orientierung für die Bewohner durch eine passende Gestaltung der kahlen Wände unterstützt werden. Eine Bushaltestelle als Sammelpunkt und ein Baum als Ruhepol stellten den Anfang dar.

Die Wände sollten so gestaltet werden, dass diese erweiterbar bleiben. Einheimische Tiere hüpfen und fliegen, kriechen und springen nun über die einst kahlen Wände des neuen Domizils.

 

 

Um das Beseitigen der Gefahren für die Demenzpatienten mit Praktischem zu verbinden, entstand im Erdgeschoss die Persiluhr des Oelsnitzer Marktplatzes. Sie dient dazu, die Bewohner am unbemerkten Hinausgehen zu hindern, sie würden sich ohne professionelle Begleitung außerhalb der Wohnanlage nicht zurecht finden.

Zudem wurde die gemalte Uhr mit einer funktionierenden versehen.

 

 

 

 

Für eine gemütliche Atmosphäre sorgt

ein kleines Café am Fluresrand.

Baum im Obergeschoss
Baum im Obergeschoss

 

 

Genau wie im Erdgeschoss, war hier der Auftrag, die Malerei so in die Türe zu integrieren, dass sie nicht mehr als solche zu erkennen ist. Der "Glückauf-Brunnen" bzw. "Rudolph-Brunnen" Sowie die Oelsnitzer Kirche dienten hier als Vorlage.